Aufzuchtzeit:
14 Wochen
Beringung:
geschlossen beringt
Geschlechtsbestimmung:
DNA Untersuchung
Handaufzucht:
superzahme Tiere
Unsere Nachzuchten werden per Hand aufgezogen. Dadurch sind sie von klein auf an den Menschen gewöhnt und deshalb auch sehr zahm und zutraulich. Nach dem Schlupf werden die Babys anfangs alle zwei Stunden gefüttert, damit sie groß und kräftig werden.


1. Woche

2. Woche

3. Woche

8. Woche

14. Woche
Nach 14 Wochen fangen die Jungtiere an selbständig zu fressen. Wir füttern hauptsächlich Obst, z.B. Trauben, Äpfel, Mandarine, Banen und viel gekochten Mais. Außerdem bekommen alle Vögel Eier, Karotten und als Körnerfutterersatz Kaytee Pellets.
Wir halten in unseren Zuchtvolieren sechs Paare Gelbbrustaras, darunter befindet sich auch ein Zuchtpaar das zwei mal pro Jahr bis zu vier Eier legt.
Das Paar bebrütet vorbildlich sein Gelege und das seit 15 Jahren. Doch die geschlüpften Küken werden von ihren Eltern nicht gefüttert und würden verhungern. Da wir das wissen und die zwei Aras nicht laufend stören wollen, entnehmen wir das Gelege kurz vor dem Schlupf der Küken und geben die Eier in den Inkubator/Brutmaschine.
Dann geschah es. Das am weitesten entwickelte Küken im Ei fiel in die Luftblase. Das heist nach 1 bis 2 Tagen müsste das Küken mit dem Eizahn das Ei anpicken. Nach 2 Tagen durchleuchtete ich das Ei. Das darin befindliche Küken bewegte sich nicht mehr, das gleiche am 3.Tag. Ich ging davon aus, dass das Küken im Ei verstorben ist.
Am 3. Tag fiel das 2.Küken im Ei in die Luftblase und pickte einen Tag später das Ei an und schlüpfte nach ca. 40 Stunden.
Vom Anpicken des Ei bis zum Schlupf vergehen in der Regel 24 bis 48 Stunden, auf keinen Fall das Ei voher öffnen, nach 48 Stunden wenn das Küken noch nicht geschlüpft ist, sollte man vorsichtig das Ei öffnen.
Nun seit 5 Tagen lag das Küken im Ei wie tot da, ich wollte es schon aus der Brutmaschine nehmen und entsorgen. Dann geschah das unglaubliche.
Am 6.Tag bewegte sich das Küken im Ei und pickte das Ei an. Am Tag 8 schlüpfte das Küken und ist gesund.
Zurück am Tag 6 fiel auch das 3. Küken im Ei in die Luftblase, am 7. Tag pickte das Küken das Ei an, und schlüpfte am 9.Tag.
Alle 3 Küken sind gesund und wachsen.
Mein Tip, die auch tot geglaubten Eier lieber 1 Woche länger in der Brutmaschine liegen lassen, es kann sich auszahlen. Denn Papageien sind ein wertvolles Gut.



In unserer großzügigen Voliere mit 120 m² leben derzeit:
zwei Paare Rotohraras,
ein Paar Gelbwangen-Aras,
ein Paar Blaustirnamazonen,
ein Paar mittlere Gelbhaubenkakadussowie
ein Paar kleine Gelbwangenkakadus.
Von den Rotohraras konnten wir in diesem Jahr bereits ein Jungtier erfolgreich aufziehen, das bald futterfest ist.
Besonders spannend ist die Entwicklung bei unseren kleinen Gelbwangenkakadus:
Das Weibchen ist erst fünf Jahre alt, sehr zahm und von Anfang an stark auf mich geprägt. Im Jahr 2023 bekam ich für sie ein passendes Männchen. Heute, 2025, bilden die beiden ein harmonisches Paar.
Im August legten sie erstmals ein Ei. Sie brüteten zwar zuverlässig, doch das Ei war leider unbefruchtet. Im September folgte ein zweites Gelege – erneut nur ein Ei. Nach etwa zehn Tagen stellte ich beim Durchleuchten fest: Dieses Mal war es tatsächlich befruchtet!
Ich kontrollierte den Nistkasten regelmäßig. Doch dann geschah das Unerwartete: Das Ei bekam eine große Delle. Nach Empfehlung von Dr. Reinschmidt aus seinem Buch klebte ich die beschädigte Stelle vorsichtig mit Nagellack. Frühere Erfahrungen damit waren leider nicht erfolgreich, die Embryonen starben damals ab. Also legte ich das Ei zusätzlich in den Inkubator bei 37,3 °C und 40 % Luftfeuchtigkeit.
Drei Tage lang zeigte sich keine Entwicklung, und da ich zeitgleich mit anderen Küken beschäftigt war, dachte ich schon, es sei abgestorben. Fünf Tage später wollte ich das Ei entsorgen – zum Glück durchleuchtete ich es noch einmal: Das Küken bewegte sich lebhaft im Ei!
Einen Tag später begann es, die Schale von innen anzupicken. Nach rund 30 Stunden schlüpfte es gesund und munter. Heute wächst es prächtig heran.
Eine spannende Frage bleibt: Warum brauchte dieses Ei länger bis zum Schlupf als üblich?